Lauf, Mus, Wein, Bier, Wurst..

..aber der Reihe nach! Es geht um die

Jährliche Sportausfahrt der Leichtathletik-Abteilung am 06.10.2018

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Der aufmerksame Leser weiß nun bereits, dass sich hinter der Sportausfahrt sowohl Tradition als auch Moderne verbirgt. Tradition kann man die Ausfahrt nach einem halben Dutzend von Events definitiv nennen, aber bisher firmierte diese noch unter dem Namen „Lauftreff“, nun „Leichtathletik“.

Soweit, so unwichtig, denn der eigentliche Zweck ist gleich geblieben: Wir möchten mit möglichst vielen aktiven und passiven Mitgliedern, Angehörigen und Fans ein paar gesellige Stunden an einem nicht allzu weit entfernten Ort verbringen, der uns Läuferinnen und Läufern zum Auftakt einen Volkslauf-Wettbewerb bietet.

Zwar kamen auch schon Ideen auf, die Ausfahrt wieder auf zwei Tage mit entsprechender Übernachtung auszudehnen, wie es in den Anfangsjahren bereits der Fall war, doch soviel Veränderung war in diesem Jahr noch nicht angesagt. So war zum dritten Mal in Folge der Muswiesenlauf in Rot am See („Der Klassiker in Hohenlohe“ nach den Veranstaltern, siehe Muswiesenlauf) unser Ziel, der das Gesuchte in ansprechender Form bietet und sogar noch mehr: Die Muswiese ist ein Fest, das bereits auf das Jahr 1434 zurückgeht und eine bunte Mischung aus Fest- und (landwirtschaftlichen) Verkaufszelten mit Fahrgeschäften und eben auch dem Muswiesenlauf zu bieten hat. Wer will, kann sich dort auch günstig eine Güllepumpe kaufen..

Einheimische sagten uns, dass aufgrund der langen Tradition der Besuch dieses Festes verpflichtend sein. Sie sprachen deshalb von der „Muss-Wiese“.

Damit ist nun das „Mus“ und sogar das „Muss“ erklärt, der Lauf sowieso! Nun zum Ablauf:

Stillschweigend waren wir und auch Chef-Organisator Rainer K. davon ausgegangen, dass uns wie in den Vorjahren ein großer Reisebus ab Ensingen zur Verfügung steht. Als sich mit Christine und Jo noch zwei spontane Begleiter am Kelterplatz einfanden, mussten wir nach einem verzweifelten Zusammenrückversuch aber feststellen, dass der Bus mit gut 20 Plätzen genau auf die angemeldete Teilnehmerzahl zugeschnitten war.

Nachdem die ersten Abschiedstränen getrocknet waren (na ja, Christine und Jo haben bei sonnigem Wetter mit Sicherheit ein ansprechendes Alternativ-Programm gefunden!), ging es auf landschaftlich reizvoller, aber sicher nicht der schnellsten Route gen Rot am See los. Diese Strecke bot dem Busfahrer manche Herausforderung wie enge Passagen mit Gegenverkehr und Anfahren am Berg (was gewisse Lernfelder offenbarte und manchen Mitfahrer ein wenig bleich werden ließ), aber natürlich uns Reisenden auch schon reichlich Gelegenheit zum Plaudern.

Unsere beiden Starterinnen im Schülerinnenlauf über 2,5 km mit der frühesten Startzeit, Helena und Nelina, blieben dennoch cool. Und letztlich hatten wir mit unserem freundlicherweise von der Organisatorin des TV Rot am See, Anja Schurr, reservierten Bus-Parkplatz vor Ort in diesem Jahr komfortabel kurze Wege zum Start. So konnten die beiden sich ohne Hetze umziehen und einlaufen.,

..und dann Platz 7 bzw. 29 für den TSV einfahren! Diese und alle anderen Ergebnisse können in den vom TV Rot am See veröffentlichten Listen nach gelesen werden:

Ergebnisübersicht Muswiesenlauf 2018

Im zweiten Wettkampf mit Beteiligung von uns startete dann eine größere Gruppe über die 5 km-Distanz. Neben Alisha und Ana-Marija, die in geringem Abstand mit Platz 27 und 28 und in ihrer Altersklasse U16w sogar Platz 4 und 5 über die Ziellinie gingen, waren drei junge Herren in der U16m am Start. Manuel begeisterte mit einem Platz 8 von allen und Platz 2 in dieser AK in starken 19:10 min, was ihm natürlich Aufmerksamkeit bei der Siegerehrung einbrachte.

Sieger 01

Bei soviel Licht drohen die Ergebnisse von Alex (Platz 24) und Leon (Platz 54) unterzugehen – was schade und ungerecht wäre angesichts ihrer tollen Leistungen!

Kommen wir zu dem 10 km-Hauptlauf, der Domäne der älteren Semester..

Wer jetzt denkt, dass nun das übliche Schönreden mittelmäßiger Leistungen von stets bemühten Läuferinnen und Läufern kommt, der hat nicht mit Antje gerechnet! Hier gilt: Wenn sie antritt, ist sie richtig fit! Beweise? AK-Platz 3 (Treppchen!) und Platz 9 von allen, siehe Fotos von der Siegerehrung!

Das war es leider schon von den Mädels. Kommen wir also doch zur Rubrik „Schönreden mittelmäßiger Leistungen“, kurz den Männern. So, wie uns der Schnupfen auch ungleich härter trifft, leiden wir auch überproportional unter den übervölkerten AKs der geburtenstarken Jahrgänge.

Am dichtesten am Treppchen in seiner AK M55 war Albrecht mit einem Platz 5, Martin (unterfordert von Distanz und Höhenmetern) in der M45 auf Platz 10. Rainer und Jens belegten in der AK M50 die Plätze 12 bzw. 9.

Da brauchen wir schon kreative Statistiken wie „Anzahl der langsameren Jüngeren“ zu „Anzahl der schnelleren Älteren“:
Jens: 32/3
Rainer:  26/3
Martin: 24/15
Albrecht: 16 /9

Na also, bei allen positiv (>1)!

Nun die Wettkämpfe in Bildern:

Vom Veranstalter gibt es auch ein paar Bilder von den Läufen und Siegerehrungen, bei denen wir vertreten sind:  Bilder 2018

Natürlich haben wir auch die Chance auf Gruppenbilder nicht verstreichen lassen (ein Dank an die mitgereisten Fotografinnen!):

Ja, und dann startete der gesellige Teil..

Zunächst durften wir ja die Siegerehrung im großen Festzelt, der Hofburg, nebst leiblicher Stärkung nicht verstreichen lassen. Danach entdeckten wir die Heimat in der Fremde und statteten dem Weingut Walz aus Ensingen einen Besuch an seinem Stand im Zelt ab – klar, mit kurzer Degustation! Die Jugendlichen durften parallel schon in geschlossener Gruppe über den Festplatz ziehen, welches Angebot auch dankend angenommen wurde.

Die Junggebliebenen zog es weiter zum Paulaner, denn „Bier auf Wein, das ..“ – na, ist ja auch egal! Auf jeden Fall war es lustig!

Und kreativ. Denn Martin, den man selten über Stunden in nicht-laufender Tätigkeit sieht, sah die Gunst der Stunde herangezogen, um für einen für die Vereinsgeschichte neuen Wettbewerb, den „Wurst-Bier-Lauf“ zu werben. Grober Ablauf: Distanz 5 km, nach jedem Kilometer Zwangspause mit Verzehr einer Wurst und eines Bieres (nicht-alkoholische Variante für Minderjährige), Weiterlaufen erst nach vollständigem und nachhaltigem Herunterschlucken.

In der Bierlaune gab es Interessenten..

Ein paar Bilder vom Feiern:

Ach ja, gerüchteweise soll es schon geheime Trainingsgruppen (in dieser Trainingsplan-verrückten Leichtathletik-Truppe!) geben, die für den „Wurst-Bier-Lauf“ üben..

Wurst-Bier Red

(Es handelt sich nicht um die Sauerland-Gruppe!)

Schön war’s! Dank an Organisator Rainer und alle, die zu dem netten Erlebnis per Teilnahme beigetragen haben!

Baden-Marathon 2018: Premieren und Rekorde

Aus den Reihen des TSV Ensingen hat es in den vergangenen Jahren immer eine Hand voll Teilnehmer am traditionellen Karlsruher Baden-Marathon gegeben – nicht so 2018!

Schon bald nachdem sich die üblichen Verdächtigen bereits im Frühjahr zum Halbmarathon angemeldet hatten, sickerte die Nachricht durch, dass sich Einzelne zu einer Marathon-Premiere entschlossen hätten! Aus dem Gerücht wurde die in der Teilnehmerliste nachlesbare Nachricht: Thomas und Klaus sind wild entschlossen, sich erstmals auf die Distanz von 42,2 km zu begeben!

Das wiederum konnten andere Läufer nicht auf sich sitzen lassen, so gesellte sich auch Rainer K. zu den Premiere-Marathonis und auch unser „Langstrecken-Haudegen“ Martin wollte sich dieses für ihn ungewohnt flache und kurze Rennen nicht entgehen lassen. Noch nie hatte der TSV Ensingen hier vier Marathonläufer am Start! Und schaut Euch die Ergebnisse an:

2018-09-23 Ergebnisuebersicht Marathon

Herzlichen Glückwunsch zu den respektablen Ergebnissen!

Nachdem somit allein drei Halbmarathon-Kandidaten mal kurz ihre Laufstrecke verdoppelt hatten (und danach förmlich besessen von ihren Trainingsplänen trainierten!), musste sich die dezimierte Halbmarathon-Fraktion erst einmal sortieren. Der Schock war jedoch schnell verdaut, als sich auch auf der Halb-Distanz drei Premieren abzeichneten, noch dazu darunter zwei „Mädels“: Lucia und Nadja wagten genauso wie Timo (als Starter für seinen Arbeitgeber nicht unter der Flagge des TSV Ensingen) erstmals den Sprung in das kalte Wasser eines Langstrecken-Wettbewerbs und konnten gleich mit tollen Leistungen begeistern!

Somit waren die verbleibenden, üblichen „Verdächtigen“ (Antje, Albrecht, Christian und Jens) schon fast in Nebenrollen verdrängt. Und tatsächlich hatte es Antje dann kurz vor dem Lauf erwischt und sie musste ihre Teilnahme leider noch absagen. Somit verblieben dennoch sechs Starter im Halbmarathon aus den Reihen des TSV Ensingen.

Offenbar völlig ohne Handicap lief dabei Christian einen fantastischen Halbmarathon in rekordverdächtigen 1:17: 52, was ihm einen sensationellen 17. Platz aller Männer (von über 2900 Teilnehmern!) und Platz 7 in der Altersklasse einbrachte! Wir ziehen den Hut vor dieser Leistung, Chris!

Hier alle Ergebnisse der TSV-Halbmarathonis:

2018-09-23 Ergebnisuebersicht Halbmarathon

Aber viel interessanter sind ja die Bilder (wenngleich Rainer K. seine Ablichtungen als das Werk „Die Leiden des alten Rainer K.“ bezeichnete):

Wie man sieht, waren neben den zehn regulären Teilnehmern auch noch die drei „Marathon-Engel“ Alisha, Helena und Leon aktiv, die somit genauso wie die Anfeuerung von Sabine einen Beitrag zur Ergebnissicherung geleistet haben. Vielen Dank von den Läuferinnen und Läufern dafür!

Wenn man die vielen lächelnden Gesichter sieht, dann bekommt man einen Eindruck, wieviel Freude das Laufen beim TSV Ensingen bereitet! (Zum Glück stehen nicht überall Kameras… 🙂 )

Mehr zum Baden-Marathon 2018 auf diesen Veranstalter-Seiten:

Ergebnisse

Bilder

Erster Kreismeistertitel für den TSV Ensingen in der Langstaffel über 3*800m in Asperg

Unser erfolgreiches Jung-Damen-Trio Svenja Groß, Jule Methner und Jana Pietsch, das auch beim anspruchsvollen „Einsteiger“-Lauf über 6,6km im November letzten Jahres in Nussdorflauf die Damen-Gesamtplätze 1-3 belegte, war am 22.04.2018 in Asperg erneut erfolgreich und konnte sich souverän den Kreismeistertitel bei den Langstaffeln mit 3 x 800m in Asperg sichern. Dies ist der erste Kreismeistertitel für die im März neugeründete Leichtathletikabteilung des TSV Ensingen überhaupt!

Die (wie sich zeigen sollte) taktisch genau richtige Startreihenfolge wurde vom Trainerteam festgelegt: Svenja machte den Anfang und lief bereits in der ersten Runde einen schönen Abstand heraus, den sie in der zweiten Runde sehr eindrucksvoll ausbauen konnte. Nach gelungener Staffelholz-Übergabe machte Jule sich auf den Weg und konnte den Vorsprung über ihre beiden Runden noch weiter auf nun etwa 100m ausbauen. Damit liefen die beiden routinierten 800m-Läuferinnen Svenja und Jule einen die Konkurrenz fast schon demotivierenden Vorsprung heraus. Schlussläuferin war Jana, die ihren ersten 800m-Lauf hervorragend bewältigte. Sie ging die erste Runde schnell an, kämpfte in der zweiten Runde tapfer und konnte einen Vorsprung von fast 8 Sekunden auf die verfolgenden Teams vom SGV Murr und TSV Schwieberdingen ins Ziel retten. Damit war unserem Erfolgsteam der Sieg in der U18 mit einer Zeit von 8:11,24 nicht mehr zu nehmen und auch der Kreismeistertitel sicher. Unser Damen-Trio war an diesem Tag insgesamt schnellstes 3x800m-Staffelteam, nicht nur in der U18, sondern auch schneller als die Staffelteams aller anderen Altersklassen, inklusive der Frauenstaffel.

Autorin: Antje Groß

Jugend-Trainingslager der Leichtathletikabteilung in Freudenstadt ein voller Erfolg!

Trainingslager der TSV Leichtathleten – Ein Laufschuh berichtet

Samstag, 24.03.2018 gegen Abend
Habe gerade Stress, stecke zwischen Tights und T-Shirts. Es ist eng und dunkel. Noch ein Tritt und der Koffer ist zu! „Hallo du Stratege, nimm halt eine größere Tasche.“

Sonntag, 25.03.2018
Erstmals reiste der Nachwuchs der Leichtathletik-Abteilung des TSV ins Kurztrainingslager nach Freudenstadt. Und ich mittendrin. Ich freute mich schon – sah es doch so aus, dass wir durch die Weiten des Schwarzwaldes rennen. Unberührte Natur, Bäume soweit das Auge reicht, Schotterboden, womöglich Schnee. Doch es kam anders. Nach Ankunft in der Jugendherberge und Beziehen der Zimmer trafen wir uns für einen „Dauerlauf“ – so dachte ich. Stattdessen joggten wir ins Stadion. Doch statt Runden zu drehen absolvierten wir Koordination und Sprünge – meine Besitzerin (sprang nicht so dolle – mir hat danach richtig die Sohle weh getan) funktionierte mich kurzerhand vom Lauf- zum Sprungschuh um. Abends habe ich noch ein anderes paar Laufschuhe getroffen, das war auf großer Tour – ich hingegen lief nicht einmal 1000m. Fühlte sich aber anstrengender an, als „nur monoton“ durch den Wald zu rennen. In dieser Einheit machte jedes Paar Schuhe etwas Anderes – individuelles Training nennt sich das. Auf die Fähigkeiten zugeschnitten – fühlte sich manchmal bisschen einsam an – so allein auf der Bahn zu stehen. Komplette Aufmerksamkeit des Trainers auf mich gerichtet. Mein Kollege am linken Fuß hatte am Ende einen Meter und paar Sprünge mehr zurückgelegt – das beidfüßige Landen müssen wir noch lernen.
Nach dem Training hatten wir Feierabend. Während wir Laufschuhe dann irgendwo im Zimmer rumstanden gingen die Hausschuhe und Sneakers zum UNO spielen. Muss recht lustig gewesen sein – alle kamen recht zufrieden in die Zimmer zurück. Nachts war ziemlich unaufgeregt. Zuhause ist abends mehr Unruhe.

Montag 26.03.2018
Morgens wurden wir unsanft geweckt. Die andere Jugendgruppe, entweder Schreier oder Schwimmer veranstalteten am nächsten Morgen einen ziemlichen Lärm. Habe mir sagen lassen, ein ferngesteuertes Auto (?) fuhr gegen Türen. Gefiel dem Trainerteam nur bedingt. Unsanft geweckt werden und dann auch noch Frühsport, na toll – was für ein Start in den Tag. Denn draußen war es ziemlich kalt. Wir müssen echt bei jedem Wetter raus. In Freudenstadt lag am Rand noch Schnee!!! Schnee! Aber die Sonne hat geschienen. Habe gegen Nachmittag die Sneakers von Paul getroffen – sie müssten etwas mehr tun – er sei leicht verletzt, die Laufschuhe hätten frei – für sie kein Problem. Nach dem Essen, da wäre er gefühlt ein Kilo schwerer gewesen. Mittags musste ich wieder arbeiten – Im Stadion war Helena´s Pärchen Asics unterwegs, das jaulte ganz schön – Trainer war nicht zufrieden und hat die Übungen wiederholen lassen – solange bis es geklappt hat – bei manchen hat es etwas länger gedauert – wenn die Athleten besser zuhören würden… hätten wir alle weniger Stress. Gegen Ende waren aber alle zufrieden. Habe heute Teer, Tartan, Sand und Wiese gesehen – Abwechslung vom Feinsten. Während wir abends wieder geschont wurden gingen die Athleten schwimmen. Der Trainer war beim Rutschen der schnellste – kein Wunder – ist ja auch mit Abstand der schwerste, lästerten die Badelatschen.

Dienstag 27.03.2018
Was ich so von meinen Schuhkollegen gehört habe, war es immer ziemlich abwechslungsreich im Stadion. Morgens kleiner Dauerlauf, dann gab es mal Sprints, mal Koordination, mal Läufe (Wahlweise am Berg oder an der Treppe). Einmal ging es durch den Sand. Hatte aber das Gefühl, von Einheit zu Einheit wurden wir besser. Die Trainer haben wohl darauf geachtet, dass die Athleten richtig laufen. Meine Sohle wurde in den Tagen besser belastet. Glaub den Füßen tat es auch gut, richtig aufgesetzt zu werden. Hatte am ersten Abend ein Gespräch mit einer Ferse – die meinte sie hätte etwas Schmerzen, aber nachdem die Trainer Videos gezeigt hätten, wären die Athleten besser gelaufen. Der Mittelfuß bestätigte das. Die Wade teilte aber mit, drei Tage Training seien genug. Wenn meine Besitzerin alles so macht wie die Trainer es sagen, dann rennen wir ganz schnell – ich und Alisha, wir sind schon ein super Team. Auch Janas Schuhe haben erzählt, sie sind heute schnell unterwegs gewesen. Jule´s Sneakers hatten drei Tage fast nichts zu tun – waren bisschen eifersüchtig auf die Laufschuhe. Christian´s Badelatschen waren wieder im Schwimmbad. „Toll, wir werden getreten und die Sandalen hängen im Bad ab.“
Mittwoch
28.03.2018
Helenas Laufschuhe waren ganz aufgeregt – letzte Ausdauereinheit am Morgen – war zwar nur ein lockerer Lauf – aber nach den vielen Kurzstrecken und Sprüngen war ein entspannter Dauerlauf nochmals angenehm. Julians Hausschuhe grinsten, haben gegen den Trainer im Tischtennis gewonnen. Dem ging hintenraus etwas die Kraft aus, kein Wunder – ist auch fast dreimal so schwer. Mittwoch war entspannt, musste noch einmal ran. Dann ging es wieder ab in die Tasche. Am Samstag war der Koffer irgendwie geordneter. Nellis Laufschuhe haben insgesamt die kürzeste Strecke zurückgelegt. Julian´s und Christian´s Treter die längste.

Fazit:
Am Ende sind dann doch auch für mich paar Kilometer zusammengekommen. Wenn ich den Trainer richtig verstanden habe war er zufrieden, letzten Endes auch mit mir – wäre ich nichts, dann hätten die Athleten noch mehr Schmerzen gehabt. War wohl eine gute Mischung aus Freizeit und Sport. Wenn es im Herbst wieder sowas gibt – bin ich wieder dabei – freu mich schon – und nicht stundenlang durch den Wald rennen – ist auch mal schön. Nur die Spikes waren bisschen beleidigt, sie kamen fast überhaupt nicht zum Einsatz – aber deren Zeit kommt dann im Sommer.

Autor: Johannes Lohrer

Nachlese zum 12. Ensinger Laufcup 2018

Liebe Teilnehmer, Zuschauer, Helfer und verständnisvolle Anwohner beim 12. Ensinger Laufcup!

Es hat uns riesigen Spaß gemacht, dass wir mit Euch ein wiederum sommerliches Lauf-Event veranstalten konnten. Herzlichen Dank für all Eure Beiträge – sei es durch sportliche Leistungen, unterstützende und applaudierende Hände oder als Anwohner auch das Ertragen von unvermeidlichen Einschränkungen!

Sicher sind die meisten von Euch weiterhin an Zahlen, Daten, Fakten und natürlich weiteren Bildern interessiert. Die Ergebnisse findet Ihr weiterhin hier.

Unser neuer Organisationschef, Thomas Hermanutz, fasst den 12. Ensinger Laufcup mit diesen Worten zusammen:

12. Ensinger Laufcup: Bei sommerlichen Temperaturen feiert Ensingen ein fantastisches Laufevent

Mit 612 Finishern die dritthöchste Teilnehmerzahl in der Geschichte des Ensinger Laufcups. Zählt man die 132 Teilnehmer beim Bambinilauf hinzu, sogar ein absoluter Teilnehmerrekord. Tolle Zuschauerkulisse und zwei Streckenbands sorgen für Gänsehautatmosphäre bei den Teilnehmern.

Sven Kratochwil (5 km) vom Team Deutsche Vermögensberatung Manuel Eder, Andreas Weis (10km) vom TSV Nussdorf sowie Jens Santruschek (Ensinger macht Fit) über 21,1km sind die diesjährigen Sieger des 12. Ensinger Laufcups.

Sven Kratochwil konnte nicht nur seinen Titel zum wiederholten Male verteidigen, sondern dabei auch seinen letztjährigen Streckenrekord von 17:12 min einstellen. Jens Santruscheck konnte mit 1:17:19 seine Zeit um ziemlich genau 1 min gegenüber 2017 verbessern aber auch Andreas Weis kam mit einer herausragenden Zeit ins Ziel.

Bei den Frauen siegte Carmen Scharpfenecker im 5km GLS-Lauf, Martina Wichterich vom Team Evaldo Mühlacker über die 10km und Kathrin Rudolph von Ensinger macht Fit im Halbmarathon. Alle drei Siegerinnen standen zum ersten Mal in Ensingen auf dem Podest und glänzten mit Topzeiten.

Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde von den LäuferInnen vor allem auf den langen Distanzen alles abverlangt. Höchsten Respekt an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Beim 10km-ENSINGER-Lauf waren mit Hanna Klein und Marcel Fehr auch zwei Athleten der deutschen Mittelstreckenelite am Start. Beide nutzen das Event in Ensingen zu einem „lockeren“ Trainingslauf und „verschenkten“ zur Freude der anderen Teilnehmer Ihre Siegesambitionen.

Für beide ging es einen Tag später, am 13.05.2018 beim internationalen Läufermeeting in Pliezhausen um einen Startplatz bei der Leichtathletik-Europameistershaft 2018 in Berlin.

Mit 612 Teilnehmern bei den Hauptläufen und 132 Teilnehmern beim Bambinilauf wurde eine neue Rekordteilnehmerzahl von 744 Finishern erreicht.

Dieses beeindruckende Ergebnis konnte vor allem durch Zunahmen bei den Schülerläufen (292) und dem Bambinilauf erreicht werden, während die Teilnehmerzahl bei den anderen Distanzen im langjährigen Durchschnitt lag.

Während es beim Bambinilauf nur Sieger gab und jedes Kind eine Medaille im Ziel erhielt, siegten beim 1,5km Schülerlauf Jule Methner vom TSV Ensingen in 5:34 min und Manuel Knoll von der Ottmar-Mergenthaler-Realschule Kleinglattbach in 5:37 min.

In anschließenden 5km-GLS-Lauf machten sich 170 LauferInnen auf dem Weg vom Start/Ziel an der Ensinger Kelter durch die landschaftlich reizvolle Strecke um Ensingen und  bereits nach 17:12 min erreichte Vorjahressieger Sven Kratochwil das Ziel, dicht gefolgt vom Vorjahreszweiten Stefan Dunder, der mit einer Zeit von 17:41 min in diesem Jahr näher an den Sieger herangerückt ist. Platz drei konnte sich Florian Lechermann in 18:04 min sichern.

Auch bei den Damen gab es ein spannendes Rennen das sich Carmen Scharpfenecker in 20:22 min sichern konnte. Svenja Groß vom TSV Ensingen war Ihr mit einer Zielzeit von 21:47 min dicht auf den Fersen. Leonie Josina Schulte vom SC Horrheim sicherte sich mit 22:13 souverän den dritten Platz.

Um 15:05 Uhr gab es den Startschuss zum ENSINGER-Halbmarathon über 21,1km. Zuerst mit einer Einführungsrunde durch den historischen Ensinger Ortskern, bevor es dann vier mal auf die 5km-Rundschleife ging.

32 Läufer und Läuferinnen kamen schließlich ins Ziel, bei hohen Temperaturen und wenig Wolken waren eigentlich alle Finisher ein Sieger.

Bei den Frauen konnte sich Kathrin Rudolph von Ensinger macht Fit in einer Zeit von 1:54:54 h den Sieg sichern, Platz zwei ging an Susanne Reißer vom Team SV Sillenbuch mit 1:58:29. Den dritten Platz belegte Conny Straub vom Team Evaldo Mühlacker mit einer Zielzeit von 2:09:30.

Alle drei Frauen waren in Ensingen zum ersten Mal auf dem Podium, bei den Männern gab es alte Bekannte zumindest auf Platz 1 und 2. Nach 1:17:19 kam Jens Santruschek von Ensinger macht Fit ins Ziel und somit war der Vorjahressieger erneut ganz oben auf dem Podium. Aber auch der Vorjahreszweite Roland Bayer konnte seinen Platz auf dem Siegerpodest aus dem Vorjahr mit einer Zeit von 1:21:42 erfolgreich verteidigen.

Als Dritter kam nach 1:35:51 Roland von der Au ins Ziel und vervollständigt somit das Siegerpodest beim Halbmarathon.

Abschließend gingen schließlich um 15:35 Uhr die TeilnehmerInnen des 10km-ENSINGER-Laufes ins Rennen.

Bei den Männern dominerte hier das Team des TSV Nussdorf das Rennen und nacheinander kamen Andreas Weis (37:14 min.), Lukas Benninger (40:43 min.) und Fabian Pfitz (40:44 min.) ins Ziel. Fabian Pfitz konnte seinen dritten Platz vom Vorjahr halten, Andreas Weis verbesserte sich von Platz zwei auf Platz eins.

Den ersten Platz bei den Frauen konnte sich Martina Wichterich vom Team Evaldo Mühlacker in 45:47 min sichern. Platz zwei ging an Jenni Seemann aus Bonn in 47:33 min. Jenni Seemann war in den Vorjahren immer auf dem Podium über die 21.1km, jedoch verletzungsbedingt dieses Jahr etwas im Trainingsrückstand. Deshalb hatte sie sich für die Teilnahme am 10km-Lauf entschieden und war nun auch hier vorne mit dabei.

Platz drei bei den Frauen ging an Ana Bela Grosz vom TSV Talheim, die nur 4 Sekunden hinter Jenni Seemann ins Ziel einlief.

Parallel fanden im diesem Jahr nun schon die 7. Vaihinger Stadtmeisterschaften über die 5km, 10km und 21.1km statt.

Hier konnten sich über den Wanderpokal und Weinpräsente der Stadt Vaihingen folgende Athleten freuen.

Stadtmeister/In über die 5km wurden Svenja Gross und Florian Lechermann. Die 10km Stadtmeister/In heißen Susanne Baum und Fabian Pfitz.

Beim Halbmarathon über 21.1km gibt es dieses Jahr nur einen Stadtmeister, nämlich Frank Biller. Bei den Damen gibt es 2018 leider keine Stadtmeisterin, da keine Teilnehmerin aus Vaihingen an der Enz das Ziel erreichte.

Wir danken nochmals allen Läufern und Läuferinnen, Zuschauern, der Stadt Vaihingen/Enz, dem DRK Vaihingen und allen weiteren Organisatoren, Sponsoren und Helfern des 12. Ensinger Laufcups und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen im Jahr 2019.