Lehmann verweist auf die Bundesliga

Die abstiegsbedrohten Ensinger wollen nachlegen

Ensingen (mb) Mit einem 1:0-Sieg gegen Kleinsachsenheim II sind Ensingens Fußballer aus der Winterpause gekommen. Jetzt hat die Lehmann-Elf ein Heimspiel gegen Horrheim.

Es ist noch gar nicht allzu lang her, da kickten die Ensinger Fußballer in der A-Liga. Jetzt müssen die TSV-Kicker aufpassen, dass sie sich nicht in wenigen Monaten in der untersten Spielklasse wiederfinden. Mit drei Punkten aus dem Kleinsachsenheim-Spiel haben die Ensinger den ersten Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld gemacht. "Jetzt sollten wir gegen Horrheim nachlegen", sagt Ensingens Coach Achim Lehmann. Beim 1:0-Sieg in Kleinsachsenheims waren zwei erfahrene Kräfte in Ensingens Kader zu finden, die dem TSV beim Kampf um den Ligaverbleib helfen sollen. Der Ex-Coach Giorgio Nocera zog im zentralen Mittelfeld die Fäden. Hinten sorgte Jürgen Solar für Stabilität. "Wir hatten in den letzten Spielen zahlreiche Tore nach Standardsituationen erhalten, da musste ich reagieren", sagt TSV-Coach Achim Lehmann und baute Jürgen Solar ins Team ein. Lehmanns Name wird in den restlichen Spielen nun auch verstärkt auf dem Spielberichtsbogen stehen als Auswechselspieler. Zwar kickte Lehmann bei zwei Testspielen mit, er hält aber noch immer nicht viel von eigenen Einsätzen. "Auf der Sportschule wurde uns immer wieder gesagt: Entweder ist man Spieler oder Trainer." Und Lehmann sieht sich in erster Linie als Kommandogeber der TSV-Riege.

Giorgio Nocera
Jürgen Solar

Auch Marc Eiberger hat gegen Kleinsachsenheim II wieder gespielt. Nach seinem mehmonatigen Auslandsaufenthalt hat Eiberger allerdings noch Trainingsrückstand und kam somit als Einwechselspieler gerade einmal zu einem halbstündigen Einsatz. Jetzt geht`s für die Ensinger gegen den SV Horrheim. Im Hinspiel hatte es bis zur 70. Minute gedauert, ehe der Ball im Netz zappelte. Dann ging es aber ganz schnell. Kaum war der SVH in Führung gegangen, glichen die Ensinger auch schon aus. Gespannt ist man beim TSV, ob Horrheims Spielertrainer Glückler gegen die Ensinger spielen wird. Im Hinspiel stand Glückler jedenfalls nicht auf dem Feld.

Zu groß ist die Rivalität zwischen beiden Vereinen allerdings nicht. Immerhin hat man ein gemeinsames A-Junioren-Team, das von Peter Seyb (SVH) und Michael Staiger (TSV) betreut wird. Umziehen müssen sich die Mannschaften in Ensingen derzeit in der Sporthalle. Denn seit der Vorrunde wird eifrig gearbeitet. Der komplette Umkleidetrakt wird saniert. Kaum war Coach Lehmann vier Wochen im Amt, da packte er auch schon an: "Wenn ich in einem Verein aktiv bin, dann richtig." Zwei Tabellennachbarn treffen bei der Partie Gündelbach gegen Enzweihingen aufeinander. Ein für die Ensinger ganz wichtiges Spiel findet in Markgröningen statt, wo sich die beiden Kellerkinder Markgröningen und Aurich messen. An den TSV Aurich haben die Ensinger alles andere als gute Erinnerungen. Die 1:2-Niederlage in Aurich war einer der Tiefpunkte des Teams in dieser Runde.

Wobei Lehmann glaubt, dass noch Bewegung in den Abstiegskampf kommen wird.Der TSV-Coach verweist dabei auf die Bundesliga: "Da hatten doch viele Mainz und den HSV schon abgeschrieben. Und wo stehen die jetzt?" Am ehesten gefährdet (neben Aurich, Markgröningen und Ensingen) sind derzeit Riet (spielt nun gegen Lomersheim II) und Kleinsachsenheim II (muss zum VfB Vaihingen). Im Titelrennen sieht Lehmann momentan den VfR Sersheim vorn: "Gegen die haben wir ganz schlecht ausgesehen." Sersheim muss zum TSV Kleinglattbach, die Iptinger sind beim TSV Oberriexingen im Einsatz. Bei den Oberriexingern kickt Lehmanns Geschäftskollege Karsten Walter, der zuletzt mit seinem Team 0:3 gegen Horrheim verloren hat. Große Tipps konnte Lehmann ihm allerdings nicht entlocken. Nur eines: "Ganz so klar, wie es das Ergebnis ausdrückt, war¹s wohl doch nicht."

Der Bericht wurde freundlicherweise von der VKZ zur Verfügung gestellt.